Scheinbar schrottreife, verrostete Aircooler als „objet du désir“ leidenschaftlicher Autofans? Was für einige verwunderlich klingen mag, ist für viele Anhänger der so genannten Hoodride-Szene ein guter Grund, auf den Seiten von www.hoodride.de.tl vorbeizuschauen. Die in der Regel auf alten Volkswagen basierenden, mit aufwändiger Technik und einem verwitterten Blechkleid ausgestatteten Karren finden sich in Wort und Bild auf diesem Versuch, "Hoodride" wiederzubeleben. Von Bloggern als neuer Trend in der VW-Szene, dort vor allem bei Anhängern der luftgekühlten älteren Modelle, verkündet, scheint die Welle der Hoodrides schon wieder verebbt, kaum dass sie aus den USA nach Europa geschwappt war.
Was überhaupt aber ist ein Hoodride?
Hoodrides sind meist auf der Basis des VW Käfer basierende, maximal tiefer gelegte, auf Chromfelgen daher kommende „Rostlauben“. Unter dem betagten und vom Rost überzogenen Kleid steckt aber das Resultat aufwändiger Restaurationsarbeit: häufig eine komplett neue Bodengruppe, liebevoll aufbereitete Technik sowie geschmackvolles, zeitgenössisches Tuning.
Rost und Beulen, für den auf Glanz setzenden Tuner Anlass zur Arbeit, zum Ärgern oder einfach Grundübel des Autolebens, sind für die Hoodrides Auszeichnung der Ehrlichkeit: Der Zahn der Zeit nagt an der Außenhaut – und das ist gut so! Hoodrides sind anders, charmant dem Trend zu ausgestelltem Luxus und grellem Effekt zuwider laufend: Die tiefe, dauerhafte Beziehung zum Auto verlangt bei den Hoodrides keine äußere Kosmetik, sondern nur hie und da Arbeit am Innenleben.